In der heutigen Folge möchte ich über ein Thema sprechen, dass sowohl Pferdebesitzer als auch Therapeuten betrifft: Die Befundinterpretation. Ich möchte verdeutlichen, dass wir keine Befunde behandeln, sondern Pferde. Es geht also wieder um den ganzheitlichen Blick auf das Pferd, seine Umstände und dabei beziehen wir die Befunde mit ein. Wie wichtig es ist und wie du es schaffst, vor lauter Spekulationen die Logik und das Pferd nicht aus dem Auge zu verlieren, erfährst du in dieser Podcastfolge.

Die richtigen Befunde finden:

Als Therapeut erlebe ich häufig, dass viele verschiedene Befunde aber auch Betrachtungsweise am Pferd durcheinandergewürfelt werden. Umso wichtiger ist eine ausführliche Anamnese – diese ist die wichtige Basis für das weitere Vorgehen. Unser Wissen über die Körperlogik und Funktionen des Stoffwechsels und der Organe helfen anschließend bei der Interpretation. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass wir zu sehr in die Spekulation abdriften. Weil wir vom Wunsch getrieben werden, eine Geschichte oder eine Erklärung zu finden.

  • Ein Blutbild spiegelt den IST-Zustand und ist hilfreich, um akute (Entzündungs-) Geschehen sichtbar zu machen und um nachzuvollziehen, was der Körper gerade reparieren muss.

  • Ein Röntgenbild ist sinnvoll, um einen Bruch oder eine Deformation festzustellen – doch das reine Bild spiegelt als Momentaufnahme mitunter nicht den realen IST-Zustand des Patienten wider oder gibt Aufschluss über seine Lebensqualität.

  • Eine Bioresonanzanalyse kann über einen IST-Zustand und potentielle Neigungen Aufschluss geben.

  • Aber auch andere Methoden wie Haaranalysen, Tierkommunikation… können uns dabei helfen, herauszufinden, WARUM ein Pferd krank wurde.

  • Doch oftmals sind diese Ergebnisse nur ein kleiner Teil der Wahrheit, die viel Spielraum für Interpretation und Spekulation lassen.

Den klaren Blick behalten:

  • Frage dich, ob sich die Befunde für dich richtig anfühlen.

  • Hole dir gegebenenfalls eine zweite Meinung ein aber lass dich nicht verunsichern.

  • Höre dir gern die Podcastfolge #09 „Gedankenhygiene am Pferd“ noch einmal an.

  • Hol‘ dir Hilfe und versuche die Ergebnisse zu verstehen.

  • Lade dir mein Workbook herunter, bearbeite es und sortiere deine Gedanken.

Wie du dein Pferd untersuchst, ohne selbst Therapeut*in zu sein.

Im Gespräch mit meinen Klienten und durch gezieltes Nachfragen versuche ich den Ursprung einer Krankheit zu ergründen und den roten Faden im Symptom-Dschungel zu finden. Um dir ein System an die Hand zu geben, habe ich dieses Workbook für dich geschrieben.

Deine

Vicky Hollerbaum

Wenn du Fragen hast, freue ich mich über deine E-Mail!